Es war knapp

Ja, ich wollte gern mal wieder einen richtig schönen Verriss absondern und im Vorfeld betrachtet bot der Spieltag gute Chancen dafür.

Da muss als erstes die angeschlagene Elite zur zweiten von Eilbek. Die Saison startete eigentlich gut, 2 klare Erfolge, dass Unentschieden gegen SCE1 ging auch noch in Ordnung, das gegen Pauli 2… na ja. Und dann 3 Klatschen in Folge. Nun also der Auftritt bei SCE2 und man muss feststellen: Für die Erste des DVE reicht’s mittlerweile schon nicht mehr für die zweiten Teams von Pauli und Eilbek zum Sieg. Woran liegt’s? Gute Frage. Die Leistung ist einfach schlechter geworden, nur warum? Hat man gegen SCE1 noch 17 SLs in den Einzeln erzielt, so waren es gestern gegen SCE2 gerade mal noch 8. Nach wie vor werden viele Spiele im 5. Leg verloren, auch gestern wieder 3 x 2:3 in den Einzeln. Irgendwie ist da der berühmte Wurm drin, man kann eigentlich mehr. Aber die Lösung für diese Blockade liegt wohl einzig und allein im Team. Ein Verriss nützt da auch nix. Schön immerhin, dass der Börner und Vincent nach wie vor kein Spiel verloren haben, Daumen hoch und geht doch, möchte man da sagen. 🙂

Wurm drin, Verriss… und schon sind wir, was das angeht, bei meinen Lieblingen von der Zwoten, die sich diese Saison bisher alle Mühe gegeben haben, sich zur Zielscheibe einer, na sagen wir mal, nicht völlig unkritischen Berichterstattung zu machen. Solch eine Ansammlung deprimierender Pleiten, in der LL!… das muss man auch erst mal schaffen. Und dann ging es gegen die Dritte aus eigenem Haus, eine Dritte, die bisher gezeigt hat, dass man als ein DVE-Team auch Erwartungen mehr als erfüllen kann. Also… im positiven Sinne. 😉

Na, da lag doch was in der Luft, das roch doch geradezu nach einer tollen Gelegenheit für eine mediale Hinrichtung, das wollte ich mir nicht entgehen lassen und war bis zum späten Ende dabei. Und es ging ja auch gleich gut los… also nicht im Spiel von Lucas gg. Marco, dafür war Marco gestern einfach zu harmlos, Lucas im ersten Leg nach sehr verhaltenem Start im Endspurt mit schönem 154er HF zum 24er. Aber wer nun dachte, jetzt gibt’s noch richtig was zu sehen wurde enttäuscht, ein anständiger 27er zum 2:0, ok, aber dann quälend lange 43 Darts zum 3:0, da durfte selbst Marco noch auf Doppel werfen…

Am anderen Board Salitos gg. Hansi, den ich zum ersten mal spielen sah und der noch ungeschlagen war… und es auch blieb. Kein schönes Spiel, kein Score und viele Doppelversuche, Nasenbluten und Schwächeanfall bei Salitos… 3:0 für Hansi und der Ausgleich zum 1:1

Grausam dann auch das Spiel von Basti gg. Gert… wobei Gert gut startete und gleich mal mit 23 Darts im Ziel war. Aber alles was danach kam… Basti eigentlich klar der bessere Spieler, gute Wurftechnik, wesentlich geringere Streuung als sein Gegner, ich dachte die ganze Zeit, das kann er doch nicht verlieren. Doch, kann er, knapp(er) vorbei ist eben auch daneben, was sich besonders beim Werfen auf Doppel unangenehm bemerkbar machen kann. Und wenn dann nichts reingeht trifft eben der Gegner irgendwann. 3:2 für Gert.

Am anderen Board Dennis gg. Jens, das Spiel hab ich nicht so verfolgt, war auch eine klare Angelegenheit, glatt 3:0 für Dennis, ein 24er dabei, könnte das erste Spiel mit einem Av. über 50 gewesen sein… weiter unentschieden 2:2.

Die Doppel teilte man sich dann wieder brüderlich, 3:0 und 0:3 macht 3:3 zur Halbzeit. Noch war alles drin.

Daniel gg. Volker, ähnliches Ding wie Basti-Gert, ich denk, das kann er doch nicht verlieren… doch fast hätte er es geschafft, lange Zeit klar unter seinen Möglichkeiten mit zu viel Gehacke auf Doppel, doch dann im 5. Leg zwei fette Scores und einigermaßen zeitiger Check, mit 23er rettet er sich zum Sieg und sein Team zum Unentschieden, denn gleichzeitig hatte Sascha gegen Stefan auch das Checken verweigert, die Folge war ein 1:3… 4:4

Richie gg. Max, das versprach Spannung. Das Spiel sah dann eher nach Anspannung auf beiden Seiten aus, die sich bei Max in manchmal anstrengender Gestik und Artikulation ausdrückt… eher ein zähes Ringen als ein gutes Spiel, mauer Average, am Ende ein nicht unverdientes 3:1 für Max, die Dritte mit 5:4 vorn…

…und dann Tim! Hat gegen Mick richtig gut ausgesehen, bis zum Doppel, lag eigentlich immer vorn, einmal mit zügigem Check zum 21er, echt klasse… nur die entscheidenden Checkouts wollen ihm nicht gelingen, dass kann er, nein muss er gewinnen und das Unentschieden klar machen. Es gewinnt Mick mit 3:1 und jetzt könnte ich wieder ein paar uralte Dartweisheiten raushauen. 5:5

Dann die abschließenden Doppel, noch immer ist die Sensation, die Blamage, der komplette Verriss im Bereich des Möglichen, ich nehm noch ne Kaltschale…  Daniel und Lucas sind schnell durch, nicht direkt glatter Gang, aber Jens und Hansi doch zu ungenau in ihren Würfen, 3:1, schon mal die Zwote ins Unentschieden gerettet.

Am anderen Board Sascha/Richie gg. Volker/Gert und es entwickelt sich noch ein Krimi, also ein kleiner, was nicht an den gebotenen Leistungen liegt, eher an der allseits spürbaren Anspannung und Nervosität, zwischenzeitlich erregtere Diskussionen, weil Richie kurzzeitig den Überblick verliert, bei 72 Rest die T18 trifft und danach meint, auf D8 gecheckt zu haben, Sascha auch noch mit einer kleinen Jubeleinlage, als er den Pfeil an den Draht des D16er-Segment setzt und meint der ist drin… alles etwas kurios. Aber dann gelingt Sascha doch noch der Check ins D1-Feld, kurzer Jubel der Erleichterung beim Team DVE2, 7:5, noch mal davon gekommen.

Ja schade eigentlich, der Verriss fällt nun leider ins Wasser. 😉 Insgesamt betrachtet war es ein von mäßigen Leistungen geprägter Spielabend, ein zähes Ringen mit teils überraschenden Ergebnissen, aber die Spannung hielt bis zum späten Schluß. Die Dritte hat sich teuer verkauft, gut mitgehalten, über weite Strecken war da kein großer Klassenunterschied zu erkennen, macht weiter so. Die Zwote hat knapp aber nicht komplett unverdient gewonnen, vllt. gibt das ja ein wenig Auftrieb für kommende Aufgaben.

Klar ist nach diesem Spieltag aber auch: Leider kann kein Team des DVE in seiner jeweiligen Liga eine richtig gute Rolle spielen.